AMBACHER CONTEMPORARY

MUNICH
Thu-Sat 3-7
| Lothstrasse 78a | 80797 München
T: +49 89 32 55 72 | M: +49 170 475 42 40
 
PARIS
by appt. only
| 19, Passage du Ponceau
119, Boulevard de Sébastopol
| 75002 Paris
M: (Fr.) +49 151 505 90 206

www.ambacher-contemporary.de
info@ambacher-contemporary.de


 
HOME
ARTISTS
EXHIBITIONS
GALLERY
STOCK
CONTACT
 
PAST EXHIBITION  "ANALOG"

Einzelausstellung  HANS OLOFSSON
Malerei


14. September 2007 - 21. September 2007

Eröffnung:  Donnerstag den 13.09.2007 ab 19.00 Uhr
Opening:     Thursday,  13. September at 7 pm

Wir freuen uns Ihnen neue ausgesuchte Werke des Künstlers zur OPEN ART 07 präsentieren zu können.  Erstmalig in München in einer Einzelausstellung. Hans Olofsson lebt und arbeitet in Leipzig. Der Künstler ist zur Eröffnung und an den Tagen der OPEN ART anwesend.




"3863", 2007
Öl/Leinwand, 72x60cm
© courtesy HANS OLOFSSON / GALERIE LICHTPUNKT





ANALOG – Hans Olofsson

In der Bildfläche selbst liegt die Wirklichkeit von Hans Olofssons Malereien. Sie zielen nicht auf das Abbilden von Realität, eines äußeren oder inneren Zustands. Man könnte eher sagen, sie bilden einen Prozess ab, den Abschnitt eines Weges, der um grundsätzliche Fragestellungen seine Kreise zieht: Unter welchen Bedingungen kann ein Bild entstehen und abgeschlossen werden? Und wie verändert sich dabei die Position des Malers?

Der gebürtige Stockholmer studierte zunächst in Schweden, dann in München. Schon früh zwang er die Expressivität gestischer Malerei mit Hilfe der strengen Linie in ein Raster. Zusätzlich schuf er sich durch Serien, Bildnummerierungen und gleich bleibende Bildproportionen in verschiedenen Größen einen festen Rahmen, in dem die Eigenschaften der Malerei selbst untersucht werden konnten.  

Hans Olofsson arbeitet sich ab an Farbkontrasten oder Strukturdetails, die er oftmals aus früheren Bildern übernimmt. Dieses Vorgehen scheint fast konzeptuell, doch beginnt mit dem Malprozess der schmale Grat zwischen Analyse und Intuition, der in den Bereich des rational nicht Erfassbaren mündet. Entscheidungen werden hier spontan getroffen, Beziehungen innerhalb des Bildes und über dieses hinaus werden durch stille Sensibilität geklärt, Schicht für Schicht schält sich die konkrete Form heraus, bis eine fein austarierte Spannung erreicht ist, das Bild für sich stehen kann.
Wie ein nicht abreißendes Band von Studien wirken die Malereien, ein immer neues Sichvergewissern, wie Bilder ihre Präsenz erreichen, wie sie die investierte Energie des Malers aufnehmen und in malerischer Form wieder von sich geben können.

Einige Zeit dominierte in Hans Olofssons Malereien die Horizontale, dann die Vertikale. In den neueren Bildern beginnt diese allmählich, sich aufzulösen. Die noch streng aufrechten Linien werden an ihren Enden für Querverbindungen durchlässig gemacht, Kanten verwischen zu kleinen Flächen, getrennte Bildebenen werden punktuell miteinander verbunden. Unruhig fließend verteilt sich die Farbe nun auch in die Diagonale oder Horizontale. Vorsichtig erst hat Hans Olofsson diese Veränderungen zugelassen, so als wollte er seinen eigenen Einfluss und jedes äußere Einfließen von Inhalten minimieren.

Die neueren Arbeiten wecken tatsächlich eine Reihe von Assoziationen: ein Berg, eine Pflanze, eine Häuserflucht? Hier und da ist man verführt, in der fließenden lebendigen Textur eine Art Vorhang oder Wasserfall zu vermuten, und dahinter einen zweiten verborgenen Bildraum – Nicht-Orte par excellence. Der Blick wird erst in die Tiefe und dann wieder auf die Fläche zurück gezogen, schwenkt schließlich auf den eigenen Standpunkt zurück, und wird sich der zwanghaften Projektion vertrauter Realitäten bewusst.

Ohne Pathos, wie Skizzen behandelt Hans Olofsson seine Bilder. Punkte, Linien, Flächen und Raum, Farbe und Licht, alles findet darin Platz. Zügig, doch nie unkontrolliert wird die Farbe aufgetragen. Diese vielfältige Bewegung kommt zum Stehen, wenn die einzelnen Bildteile sich zusammenfügen wie Wörter zu einer Sprache, wenn durch das Zusammenfallen von Pinselstrich und Fläche, Dichte und Offenheit, Farbe und Raum eine dritte Dimension entsteht, so „als wäre 1+1 plötzlich 3“. Nicht Gewissheiten wurden auf dem Weg dorthin verhandelt, sondern unaussprechliche Erkenntnisse aus leisen Zwiegesprächen mit Cézanne, den abstrakten Expressionisten oder mit der zeichnenden Ateliernachbarin. Oder wie Per Kirkeby damals sagte: Das Bild beginnt dort, wo die Sprache aufhört.

Text: Bettina Reichmuth




"3888", 2007
Öl/Leinwand, 180x150cm
© courtesy HANS OLOFSSON / GALERIE LICHTPUNKT



Installationsansicht GALERIE LICHTPUNKT, Finissage Ausstellung "ANALOG"
mit Sabine Weise und Hans Oloffson

© courtesy SABINE WEISE & HANS OLOFSSON / GALERIE LICHTPUNKT

UPCOMING EXHIBITION


PARIS

'Chef-d´oeuvre brisé'

WOLFGANG GANTER

OPENING,  28.9., 19h
29.9. - 23.12.2017

 

 


Wolfgang Ganter, 2016/17
Sandro Botticielli, Venus Pudica
No3, Mixed media, 44,5 x 20 cm






MUNICH


CURRENT EXHIBITION

OPEN ART 2017

'Notizen'
JOHANNES WEISS

9.9. - 23.12.2017


Johannes Weiss, 2016
der Blick aus der Ferne
Styropor, Epoxy, Acryl, Gips
mit Sockel: 160 x 50 x 50 cm

 

 



 

MUNICH


LAST
EXHIBITION

'Do i dare disturb the universe'
LA FRATRIE
Karim & Luc Berchiche
23.6. - 2.9.2017


La Fratrie, 2017
'Ì am here if you need me'
Mixed media
65 x 35 x 20 cm
Courtesy, private
collection Coburg







PARIS

LAST EXHIBITION

'Manifested Silences'
ARMIN MÜHSAM
21.4. - 29.7.2017

Armin Mühsam, 2016
Technocratic Mausoleum
Oil on canvas, 72 x 61 cm

 



PARIS


ART PARIS ART FAIR
Booth D3


30.3. -  2.4.2017

Sylvie Arlaud - Ernesto Cánovas
John Giorno - La Fratrie (Luc and Karim Berchiche) - Tom Hackney
Frank Maier - Armin Mühsam
Tomislav Nikolic - Inge Pries
Daniel Schüßler - Edwart Vignot

 





_________________________




PLATEAU münchen

2016

Fr. 28.10., 18-21h
Sa. 29.10., 11-18h

LIGHTBOX
"I´m so bored with this place"
TIMOTHÉE TALARD

9.9. - 5.11.2016

Timothée Talard, Lightboxes
small, 50 x 100 x 12 cm
big, 150 x 125 x 12 cm



PARIS

OPENING NEW GALLERY SPACE

during Fiac Art Week/Fiac Gallery Night, 20.10.2016

19, Passage du Ponceau
119, Boulevard de Sébastopol
Marais/Sentier - 75002 Paris

Groupshow, 'Liquidation totale'
Sylvie Arlaud, Sabrina Belouaar, Hugo Bonamin & Samuel Theis, Ernesto Cánovas & Gracjana Rejmer Cánovas, John Giorno, Thomas Draschan, Tom Hackney, La Fratrie (Luc & Karim Berchiche), Frank Maier, Otto Muehl, Armin Mühsam, Tomislav Nikolic, Inge Pries, Daniel Schüßler, Timothée Talard and Edwart Vignot.

26.10.2016 - 15.04.2017
by appointment only

 


YIA ART FAIR

Ernesto Cánovas, Gracjana Rejmer-Cánovas and Tomislav Nikolic
21.-23.10.2016
Le Carreau du Temple - Marais

4, rue Eugène Spuller - 75003 Paris



BERLIN


'Service compris'

A joined exhibition with
Lehr Zeitgenössische Kunst
during Berlin Art Week

Sylvie Arlaud, Ernesto Cánovas,
Thomas Draschan, Tom Hackney,
Jan Holthoff, Birgit Jensen,
Frank Maier, Otto Muehl, Armin
Mühsam, Tomislav Nikolic,
Inge Pries, Daniel Schüßler,
Edwart Vignot, Christopher
Winter, Andreas Zimmermann.
16.09.-29.10.2016
extended until 22.12.2016

AMBACHER CONTEMPORARY &
LEHR ZEITGENÖSSISCHE KUNST

Großbeerenstraße 16 - 10963 Berlin


______________________________
______________________________